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31. August 2026 · 4 Min. Lesezeit

So wählen Sie das passende CMS für Ihre Firmenwebsite

WordPress, Joomla, Drupal, eine Shop-Software oder 1C-Bitrix? Beginnen Sie bei der Aufgabe der Website und rechnen Sie dann die echten Betriebskosten.

So wählen Sie das passende CMS für Ihre Firmenwebsite

Die meisten CMS-Diskussionen beginnen an der falschen Stelle: Welches System ist das beste? Die bessere Frage lautet, was die Website leisten muss. Eine Content-Website mit Artikeln und Landingpages braucht einen komfortablen Editor und schnelle Seiten. Ein Shop braucht Katalog, Warenkorb, Zahlungs- und Versandanbindungen und eine Bestellabwicklung. Ein Produktkatalog ohne Online-Kasse liegt irgendwo dazwischen. Eine Website in vier Sprachen braucht einen Übersetzungsprozess, nicht nur einen Sprachumschalter. Bevor Sie eine einzige Funktionsliste öffnen, notieren Sie die Aufgabe, wer die Inhalte pflegt und mit welchen Systemen die Website Daten austauschen muss — Buchhaltung, CRM, Lager.

WordPress ist aus guten Gründen die Standardwahl. Es betreibt etwas mehr als zwei von fünf Websites, Redakteure kennen es also bereits, Entwickler sind leicht zu finden, und es gibt für fast alles ein Plugin — von Formularen und Mehrsprachigkeit bis zu WooCommerce, das daraus einen vollwertigen Shop macht. Genau dieses Ökosystem ist aber auch das Risiko. Jedes Plugin ist Fremdcode mit eigenem Release-Zyklus, und die meisten WordPress-Kompromittierungen laufen über veraltete Plugins, nicht über den Core. Halten Sie die Plugin-Liste kurz, entfernen Sie Ungenutztes und aktualisieren Sie nach festem Plan. Spezialisiertes WordPress-Hosting, das Sicherheitsupdates einspielt und vorher einen Snapshot anlegt, nimmt Ihnen viel davon ab.

Joomla und Drupal passen zu Websites, bei denen Struktur wichtiger ist als ein schneller Start. Beide beherrschen Mehrsprachigkeit im Kern statt über Erweiterungen, und beide bieten eine feingranulare Rechteverwaltung: Sie legen fest, welche Redakteure welche Bereiche sehen, wer veröffentlichen darf und wer nur Entwürfe anlegt. Vor allem Drupal bildet komplexe Inhalte gut ab — Veranstaltungen, Publikationen, Personen und ihre Beziehungen —, weshalb es bei Hochschulen, Behörden und großen Unternehmen verbreitet ist. Der Preis ist eine steilere Lernkurve. Entwickler sind seltener und teurer, Redakteure brauchen Schulung, und Major-Upgrades, besonders bei Drupal, können eigene Projekte statt eines Klicks sein.

Für einen Shop ist eine spezialisierte E-Commerce-Plattform oft besser als ein CMS mit angeschraubtem Shop. OpenCart ist schlank und einfach, mit niedrigen Einstiegskosten und großem Erweiterungsmarkt; PrestaShop kann ab Werk mehr, etwa einen ausgebauten Katalog, mehrere Währungen und mehrere Shops. Beide brauchen eine schnelle Datenbank, weil Filter und Warenkorb sie ständig abfragen. Führt Ihr Unternehmen Buchhaltung und Lager in 1C, lohnt ein Blick auf 1C-Bitrix: Sein größter Vorteil ist der native Austausch von Produkten, Preisen, Beständen und Bestellungen mit 1C, der Monate an Integrationsarbeit spart. Es ist ein kommerzielles Produkt mit kostenpflichtiger Lizenz und höheren Serveranforderungen, deshalb kommt Hosting für 1C-Bitrix mit eigenem, abgestimmtem Stack.

Statische Website-Generatoren und Headless-Ansätze verdienen eine Anmerkung. Besteht die Website überwiegend aus Seiten, die sich selten ändern, erzeugt ein Generator wie Hugo reines HTML — schnell, günstig zu hosten und kaum angreifbar, aber jede Änderung läuft über einen Entwickler und einen Build. Das führt zum eigentlichen Vergleich: den Gesamtbetriebskosten. Die Lizenz ist oft der kleinste Posten — WordPress, Joomla, Drupal, OpenCart und PrestaShop sind kostenlos, 1C-Bitrix nicht. Entwicklerzeit, kostenpflichtige Themes und Erweiterungen, jährliche Support-Abos und die Stunden für Updates summieren sich zu weit mehr. Vergleichen Sie diese Kosten über drei Jahre, nicht den Preis des Starts.

Sicherheit ist ein Prozess, keine Eigenschaft eines bestimmten CMS. Jedes verbreitete System veröffentlicht mehrmals im Jahr Sicherheitsupdates, und gehackt werden fast immer die Websites, die noch mit der Version vom Vorjahr laufen. Legen Sie fest, wer Updates einspielt und wie oft, sichern Sie vor jedem Update und testen Sie größere Änderungen zuerst auf einer Staging-Kopie. Auch die Anforderungen an das Hosting unterscheiden sich stärker als gedacht: Drupal will Arbeitsspeicher, OpenCart und PrestaShop eine schnelle Datenbank, Joomla bestimmte PHP-Erweiterungen, und ein älteres Projekt braucht vielleicht eine ältere PHP-Version neben neuen. Hosting für CMS mit einem getesteten Profil je System erspart Ihnen diese Handarbeit.

Kurz gesagt: Wählen Sie das CMS nach Aufgabe, Team und Integrationen, und dann das Hosting passend zum CMS. Bei WebHostFlow beginnen die CMS-Tarife bei €1.99 im Monat und bringen die passende PHP-Version, Limits und den Cache für WordPress, Drupal, Joomla, OpenCart, PrestaShop und weitere Systeme mit, inklusive kostenloser Migration von Ihrem alten Anbieter. WordPress-Tarife beginnen bei €2.49 und ergänzen automatische Sicherheitsupdates, einen Page-Cache vor PHP und Staging in den größeren Tarifen. Die 1C-Bitrix-Tarife kommen mit einem Stack, der den Performance-Test der Plattform besteht. Egal welches System Sie wählen: Sie können klein anfangen und mit der Website wachsen.